Vacaciones

20. Mai 2019 0 Von Marlap

Sooo jetzt mal eine kleine Zusammenfassung von Ende Februar bis Anfang April…

Beginnen wir im Februar, mit unserem legendären Zwischenseminar. Wegen starker Regenfälle konnte der Seminar leider nicht wie geplant im Dschungel stattfinden, allerdings wurde eine ehrbare Alternative gefunden: Chosica. Fünf Tage verbrachten wir mit den CVJM-Volontären aus Kolumbien und einigen anderen Freiwilligen der DMG (Damit Menschen Gott begegnen) auf einem traumhaft grünen Gelände mit riesigem Garten, frischen Mangos direkt vom Baum, einem Pool und gutem Essen.

Es war eine super intensive, wertvolle und gesegnete Zeit, in der wir einander nochmal auf andere Weise kennenlernen und neue Freundschaften schließen konnten. Ich hab es als sehr bereichernd empfunden, sich gegenseitig über die gemachten Erfahrungen hier in Peru aber auch in den angrenzenden Ländern auszutauschen und total verschiedene Sichtweisen und Wahrnehmungen zu hören.

V.a. habe ich die guten und tiefgründigen Gespräche mit den anderen Volontären genossen, aber auch den gemeinsamen Spaß beim Volleyballspielen, im Pool planschen oder Recreaciones machen. Auch inhaltlich hat mir das Seminar geholfen, noch einmal bestimmte Themenpunkte zu reflektieren, aus anderem Blickwinkel zu betrachten und neue Motivation zu erlangen. Außerdem war Gottes Anwesenheit die ganze Zeit über zu spüren und in vielen Situationen konnten wir Gottes einzigartiges Wirken erleben.

Nach diesen erfüllten Tagen im Paradies verbrachten wir noch einen wunderschönen Tag mit den Zwischenseminar-Leuten am Strand und danach mit Grillen auf der Dachterasse. Es ist wirklich toll zu sehen, wie eine gemeiname Vision und besonders der gemeinsame Glaube an einen lebendigen Gott und die dadurch entstehende Hoffnung uns verbindet und eine so enge und vertrauensvolle Gemeinschaft ermöglicht.

Tag am Strand

Am Montag darauf ging’s dann mit ein paar Peru-Volis nach Huaraz, in den Norden. Wow, war das eine malerische Landschaft! Von vielen auch die „Peruanische Schweiz“ genannt, liegt das Städtchen Huaraz im Anden-Gebirge und wird von grünen Hügeln und hohen Bergen umschlossen. Unglaublich war für mich, wie WEIT diese Landschaft ist! Meilenweit Nichts, nur unberührte Natur. Untergebracht waren in einem Künstler-Hostel, das zwar einfach, aber dafür super süß und kreativ eingerichtet und gestaltet war. Dieser Spot bot Gelegenheit für unzählige neue Bekanntschaften und spannende Gespräche.

Die Woche in Huaraz lässt sich am besten mit den folgenden Bildern beschreiben. Obwohl einige unserer Ziele schon sehr touristisch waren, minderte dies nicht die Schönheit dieser Orte und ließ uns immer wieder staunen, wie ideenreich und mit wie viel Detail und Liebe unser Schöpfer diese geschaffen haben muss. Wie aussagekräftig ist der Gedanke daran, dass es tausende weitere solcher Orte auf der Welt gibt, von denen viele sogar noch unenteckt sind und Gott sie trotzdem geschaffen hat, einfach weil er die schöne Natur liebt und es sehr gut gemacht hat. Also: Tolle Zeit, tolle Landschaft, tolle Volis, viel zu kurz.

Laguna Paron

Wanderung auf eigene Faust in der Umgebung

Gruppenbild Laguna 69; 4800m

* unbearbeitet *

Tja und ging’s gleich weiter… ein paar Tage später kam dann schon Domi zu Besuch! Natürlich habe ich mich riesigt gefreut, als ich ihn dann endlich – zwar ziemlich fertig aber glücklich – am Flughafen abgeholt habe. Es war irgendwie seltsam aber auch total schön, ihm „mein“ Land zeigen und näherbringen zu können, weil das ist Peru jetzt ja irgendwie für mich geworden. Mir ist erst in diesen Situationen so richtig aufgefallen, wie sehr ich die Meschen, ihre Angewohnheiten und Traditionen und die gesamte Kultur ins Herz geschlossen habe und wie sehr ich mich hier inzwischen Zuhause fühle.

Die ersten Tage verbrachten wir in Arequipa und im Colca Canyon (Zweitagestour, bei der ich es eindeutig einfacher gehabt hätte, wäre ich fitter gewesen), dann gings weiter nach Cusco, wo wir trotz Kälte und Magenproblemen echt viel gesehen haben. Einfach immer wieder spannend, mehr über die peruanische Geschichte und die Inkas zu erfahren! Hier ein paar Bilder, unserer Erlebnisse:

Kloster Santa Catalina

Colca Canyon. Wo sind die Kondore?

Wanderung Montaña de 7 colores (Rainbowmountain)


Maras Salzterassen

Natürliche Färbemittel für Alpakawolle

Muray

Zuletzt verschlug es uns in den Dschungel oder besser gesagt nach Puerto Maldonado. Als wir aus dem Flugzeug stiegen kam es uns erstmal vor, als liefen wir gegen eine Wand – eine Wand bestehend aus feuchter, unangenehm warmer Luft. Dann stand uns erstmal eine abenteuerliche Fahrt auf schlaglochreichen Schotterwegen bevor. Unser Hostel lag ca. 35min außerhalb der Stadt und man fühlte sich dort, als sei man wirklich komplett drin im Dschungel. Wenn man Glück hatte, konnte man einen der bunten Papageien aus einer der super gemütlichen Hängematte beobachten und der Geräuschpegel war genau so, wie man ihn sich im Dschungel so vorstellt.

Schon am ersten Abend bereuten wir, nur drei Tage gebucht zu haben – es war sooo schön dort! Zwar bewirkte die Hitze mit der hohen Luftfeuchtigkeit, dass man sich nicht allzuviel bewegen wollte, aber einige Touren durch den Urwald ließen wir uns natürlich nicht entgehen! Wir bestaunten kleine Äffchen, einen Kaiman, allerlei Arten von Papageien und Sittichen, Taranteln, verschiedene Insektenarten und unzählige spannende Pflanzen mit den verschiedensten Heilkräften und Verwendungszwecken. Auch tranken wir Bambuswasser und durften verschiedene Urwaldfrüchte und Nüsse probieren. Unser Guide war der Besitzer des Hostels, er und sein kleiner Sohn wussten unglaublich viel über die Natur um sie herum. In der letzten Nacht machten wir uns morgens um 03:00 Uhr auf, um bei Morgengrauen auf einen See hinauszufahren. Ehrlich gesagt hatte ich ein bisschen Angst in dem kleinen (und wie mir schien nicht allzu stabielen) Bootchen, u.a. weil unser Guide die Anakondas erwähnte, die dort wohnten…

Faszinierend der Tierwelt zuzusehen, wie sie langsam erwacht. Wie die Papageien anfangen, sich in Schwärmen zusammenfinden, Affen anfangen zu kreischen und sich die tiefe Stille plötzlich in Leben verwandelt. Bei Anbruch der Dämmerung steuerten wir in einen anderen Teil des Gewässers, um unsere Angelhaken nach Piranhas auszuwerfen. Irgendwie hatte ich sie mir immer so vorgestellt, wie bei ‚Marsupilami‘ und auch größer und gefährlicher, als sie dann schlussendlich waren… trotzdem super aufregend, die Tierchen zu beobachten wie sie sich auf jedes kleine Fleischfitzelchen stürzen und es dann unter Wasser hungrig hin- und herreißen. Zu meiner Enttäuschung gab es danach kein Grillen unseres Fangs, sondern die Piranhas mussten wieder ins Wasser zurückgeworfen werden.


Aussicht von der Hängematte aus

Puerto Maldonado war auf jeden Fall ein unvergessliches Erlebnis, das sich mit seiner Artenvielfalt und schönen Aandersartigkeit ins Gedächtnis einbrennt.

Nach diesem Trip waren die zweieinhalb Wochen dann auch schon wieder rum – und damit auch Domis und meine gemeinsame Zeit! Der Abschied fiel selbstverständlich schwer und doch freute ich mich auch wieder auf die Arbeit und die restliche Zeit in Peru, die noch bleibt. Noch vier Monate und es fühlte sich trotzdem so an, als bliebe nur noch wenig Zeit.

Nach dem Abflug von Domi war ich erstmal einige Zeit alleine, weil Miris Eltern zu Besuch waren und sie zusammen Peru erkundeten. Die (unglaublich) viele Zeit, die ich dadurch hatte konnte ich voll gut nutzen um endlich mal Hobbys nachzugehen, Freunde zu treffen und einfach zu gammeln. Das tat sehr gut und als ich dann Miris Eltern kennenlernen durfte, hat mich das total gefreut und es war total witzig, Ähnlichkeiten festzustellen und über den CVJM zu plaudern.

Das erstmal zu unserem Urlaub.

Ich wünsche euch alles Gute und Gottes Segen und freue mich, wenn sich der/die ein(e) oder andere mal bei mir meldet!:)

Bis bald, eure Marla