Weihnachten & Co.

26. Februar 2019 0 Von Marlap

Hey!

Da mein letzter Blogeintrag ein wenig lang war, möchte ich mich heute etwas kürzer fassen – mal sehen ob das gelingt:D

Was vor Weihnachten noch geschah: wir hatten eine supersüße „Fiesta de Abuelitos“ (Weihnachtsfeier für Omis und Opis), bei der die Abuelitos aus ganz Horacio sich im ACJ-Hof versammelten und dann feierten! Und das ist kein Spaß😇 es wurde ordentlich getanzt, gelacht und einige Jugendliche hatten sogar eine Singeinlage vorbereitet🎤 dann wurden natürlich – was bei keiner Weihnachtsfeier fehlen darf – heiße Schokolade mit Panetón (Rewe-Kuchen mit ekligen Chemie-Früchten) verteilt und kleine Geschenke zum mitnehmen.

Dieses Zusammenkommen mit diesen liebevollen Omis und Opis hat mich ziemlich berührt, die Dankbarkeit dafür, dass jemand mit ihnen getanzt hatte. Da war sehr viel Liebe für diese Menschen in meinem Herzen…

Die „richtige“ Fiesta de Navidad mit den Familien und allen Teilnehmern der Programme fand dann ein paar Tage später statt und war natürlich auch ein voller Erfolg😊 unser Ziel war, den Fokus von den Geschenken auf ein schönes Zusammensein und die Geburt Jesu zu rücken. Und tadaaa! Es ist uns tatsächlich gelungen!🎉 wir hatten einen Wettbewerb der Weihnachtslieder (Villancicos), ein Weihnachtstheater und leckeres Essen zu bieten (natürlich durften Schokolade und Panetón nicht fehlen^^). Zum Schluss waren sich einige gar nicht so sicher ob es überhaupt noch Geschenke geben würde – und hätte es auch beinahe nicht! Kurze Hintergrundinformationen: normal wird die Fiesta mit allen Kosten von einer deutschen Schule durchgeführt. Dieses Jahr klappte das aber nicht und das bedeutete keine Geschenke und Einbußen beim Essen. Das war ein Drama! Und wie wir so für ein Wunder beteten, bekam das unsere Freundin Yessica aus unserer Gemeinde mit. Und die erzählte uns von einer megacoolen Aktion der Iglesia Fe: jedes Jahr an Weihnachten gibt es „Aktionen des Dienens“ (Servolución), bei denen die Jugendlichen mit Spendengeldern raus in die Stadt gehen und dort helfen wo sie können. Und genau boten sie uns an! Für uns und das Team war das wie ein Wunder. Unglaublich toll zu sehen, wie Gott uns in diesem Moment schon wieder versorgt hat!

Im Grunde hatten wir dann Geschenke für alle + eine schöne Weihnachtsfeier mit Fokus Geburt Jesu und alle gingen abends glücklich nach Hause😇

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Was geschah dann in Lima…?

Vor dem Event Weihnachten hatte ich ehrlich gesagt ein kleines bisschen Angst, weil ich nicht einschätzen könnte, wie sehr ich meine Familie Zuhause vermissen würde. Außerdem war der 24. der erste richtige Tag zurück in meiner Gastfamilie in Lima, die ich zuvor seit 3 Monaten nicht mehr gesehen hatte🙈

Allerdings war diese Befürchtung total unbegründet! Zwar hatte ich im deutschen Weihnachtsgottesdienst schon kurz Traurigkeit und ein bisschen Wehmut in mir, allerdings konnte ich das später in der Gastfamilie dann total vergessen, weil Ina und ich total in das Familiengeschehen mit hineingenommen wurden und ein Teil der Familie sein durften.❤ Wir aßen den leckeren Truthahn, tanzten Salsa, lachten, beobachteten das Feuerwerk um Mitternacht und hatten eine schöne Zeit gemeinsam!🎄

Am 26. ging’s dann gleich schon weiter zum etwas verspäteten Virteljahres-Seminar nach Azpitia. Dort waren wir auf einem Freizeitgelände des YMCA in einem etwas außerhalb gelegenen Dörflein mit wunderschöner Natur. Seminare sind zwar meistens schon anstrengend aber auf eine schöne Art und Weise! Außerdem trugen die Stille, die wunderschöne Natur, die Gemeinschaft mit den Volis (die wir echt total vermisst haben!) und die regelmäßigen Zeiten mit Gott dazu bei, dass es für Miri und mich eine Zeit des Auftankens wurde.

Nach vier erholsamen Tagen (aufgrund der vielen Stechmücken sahen wir aus wie Streuselkuchen) gings dann direkt an den Strand ins Y-Camp. Dort verbrachten wir gemeinsam mit unzähligen anderen Y-Campern ein paar sehr sehr faule und heiße Tage bis Silvester…. d.h. um 8:30 aufstehen, weil es im Zelt zu heiß ist, Ganzkörpereinkremen, ins Meer, unser semi-leckeres Essen (selbst mitgebracht) frühstücken und den restlichen Tag weiter am Strand chillen – ja, für manche eine Challenge des Müßiggehens:D abends durften wir Lagerfeuer, Gitarreklänge und ein paar witzige spanische Lieder genießen (die ich allerdings nicht alle so ganz verstanden habe:D).

Abschließend kann ich sagen: Danke, Gott, für diese gesegnete, erholsame Zeit, in der wir auftanken, Beziehungen vertiefen, Bekanntschaften machen und viel Erleben durften!💫